Projekt-Leitlinien



Übergreifende IT-Strategien, Leitlinien und der Projektkontext bestimmen und prägen Planung, Architektur und Implementierungsstrategien des Projekts SIAM.

  • Ein Identity-Management-Projekt muss in die IT-Gesamtstrategie der Universität Stuttgart eingebettet werden,  wie im Struktur- und Entwicklungsplan der Universität Stuttgart (SEPUS) aufgezeigt. Abbildung 7 des SEPUS zeigt den Aufbau eines IuK-Konzepts für die Universität Stuttgart, in der beispielhaft die Verankerung eines Identity Management-Systems dargestellt ist.
  • Die Information- und Kommunikationsstrukturen der Universität Stuttgart sind stark dezentral bestimmt,  die Architektur eines Identity Management Systems  muss dieser Tatsache Rechnung tragen.
  • Die zentrale Stellung der aufzubauenden IT-Systeme erfordert dies einen robusten Betrieb der produktiven Komponenten, sowohl in technischer als auch in personeller Hinsicht.

Daraus ergeben sich folgende Leitlinien für das Projekt SIAM:

  1. Höchster Stellenwert der Betriebssicherheit unter besonderer Berücksichtigung von Datenschutz und Datensicherheit
    1. evolutionäre, inkrementelle Entwicklung in einem kontinuierlichen Prozess, das heißt laufendes, schrittweises Produktiv-Setzen von Komponenten und Funktionalitäten
    2. Anstreben eines hohen Automatisierungsgrads in den Prozessen, um die komplexen IdM-Systeme mit minimalen Ressourcen betreiben zu können.
    3. der Betrieb der IdM-Infrastruktur im Einklang mit den gesetzlichen Regelungen und Bestimmungen hat Vorrang vor anderen Projektzielen.
  2. Bevorzugung dezentraler Lösungsstrategien
    1. nur das zentral lösen, was aus Sicht eines integrierten Informationsmanagements zwingend notwendig zentral gelöst werden muss
  3. Lose Kopplung von IT-Systemen
    1. nur minimale Eingriffe in universitäre IT-Systeme und – Prozesse
    2. ermöglicht flexible, schnelle Umsetzung bei Änderungen in der IT-Landschaft der Universität
    3. ermöglicht eindeutige Abgrenzung der Verantwortung und Aufteilung der Arbeitspakete in Integrationsszenarien
  4. Hohe Flexibilität in den Implementierungsszenarien
    1. realisiert durch Verwendung von IT-Standards
    2. technisch einfach anpassbare und erweiterbare Ausgestaltung
    3. bedeutet Zukunftssicherheit und Investitionsschutz auch bei Änderungen in der IT-Infrastruktur der Universität
  5. Unabhängigkeit vom eingesetzten IdM-Softwaresystem
    1. "vendor-lock" verhindern

Die Priorisierung in der Projektplanung orientiert sich zum einen an der Gesamt-IuK-Strategie der Universität und zum anderen pragmatisch am Mehrwert für Endanwender und Systembetreuer und am Automatisierungspotential von Arbeitsabläufen. Von essentieller Bedeutung ist aus den genannten Gründen die Verstetigung und Sicherstellung der Nachhaltigkeit der SIAM-Infrastrukturen über das Projektende hinaus.