Das virtuelle Programmierlabor ViP

Um sich einen Eindruck vom virtuellen Programmierlabor zu Verschaffen, können Sie ViPLab direkt ausprobieren und die Beispiele in der Galerie anschauen.

 Was ist ViPLab?

Das virtuelle Programmierlabor ViPLab ist eine browserbasierte Programmierumgebung, die als Erweiterung von ILIAS die Durchführung von Programmieraufgaben in Online-Tests ermöglicht. Es können eigene oder vorgegebene Programme erstellt, ausgeführt und deren Ergebnisse ausgewertet werden. Compiler und Rechenprogramm laufen im Hintergrund auf Servern des TIK ab. Das Programmieren numerischer Algorithmen und Testen oder auch das Ausführen von Programmen gibt es als Online-Angebot. Für die Studierenden wurde damit eine einfach bedienbare Umgebung geschaffen, die mit einem Browser von jedem PC aus über das Internet genutzt werden kann. Software-Installationen, Einarbeiten in Ein- und Ausgabe von Daten oder Visualisierung entfallen – alles Dinge, welche dem Anfänger oft viel Arbeit und Durchhaltevermögen abverlangen. Die Onlineplattform bietet zudem durch die sofortige Erfolgskontrolle eine hervorragende Möglichkeit zum Selbststudium.
 

Was kann man mit ViPLab machen?

Dozenten können zwischen mehreren Programmiersprachen wählen. Das in Forschung und Industrie weit verbreitete Matlab wird vom IANS und vom IAG eingesetzt. Das IWS lässt Aufgaben mit DuMuX lösen, eine in der eigenen Forschung eingesetzte C++-Bibliothek die auf Dune aufbaut. Außerdem können C, und mit Einschränkungen auch C++ genutzt werden. Eine Alternative zu Matlab ist Octave. Aufgaben in Java sind möglich, aber derzeit nicht im Produktivbetrieb.

Programmteile, wie Testbeispiele oder Visualisierung von Ergebnissen, können in den Aufgabestellungen vorgeben werden, so dass sich der Studierende voll auf die Programmierung oder die Ausführung der numerischen Algorithmen konzentrieren kann.

Wo wird ViPLab eingesetzt?

Der erste große Einsatz von ViPLab startete im Sommersemester 2011 mit den Vorlesungen für Ingenieure Numerische Grundlagen und Numerische Behandlung von gewöhnlichen Differenzialgleichungen mit fast 800 Studierenden. In beiden Lehrveranstaltungen werden in betreuten Tutorien interaktive Übungseinheiten durchgeführt. Dabei finden diese Tutorengruppen nur noch zum Teil in den CIP-Pools statt – die meisten Studierenden benutzen in Seminarräumen mit gutem Uni-Netz Anschluss den eigenen Laptop. Bearbeitung der Aufgaben am eigenen Rechner wird über die Lernplattform ILIAS gesteuert, so dass man die gelöste Aufgabe auch gleich unter dem eigenen Account abgeben kann. Das gesamte System läuft hervorragend und wird von den Studierenden gut angenommen.

Wer steht hinter ViPLab?

ViPLab ist ein gemeinsames Projekt der Mathematik, der Ingenieurwissenschaften und dem TIK der Universität Stuttgart, ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung mit Geldern aus Studiengebühren und QS-Mitteln.

Die numerische Simulation ist heute eine der Schlüsseltechniken in Forschung und Entwicklung technischer Geräte. Die Universität Stuttgart ist in diesem Bereich exzellent aufgestellt und hat sich mit dem Exzellenzcluster Simulation Technology an die Spitze der nationalen Forschung in numerischer Simulationstechnik gesetzt.