28. Juli 2017; Dr. David Boehringer

Aktuelle Entwicklungen

 

Stand: 25.07.2017

Am 30. Juni hat der Bundestag ein neues „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG“ beschlossen, das zum 1.3.2018 in Kraft treten wird. Das Gesetz regelt, in welchem Umfang urheberrechtlich geschützte Materialien in Zukunft von Lehrenden auch online (zumeist auf Lernplattformen) zur Verfügung gestellt werden dürfen. Die neuen Paragrafen 60a bis 60h lösen unter anderem den alten Paragrafen 52a ab, um den zuletzt so viel gestritten worden ist.

Aktuelle Entwicklung

In Zukunft dürfen Lehrende insbesondere auch urheberrechtlich geschützte Artikel aus Fachzeitschriften und Ausschnitte von bis zu 15 Prozent aus Monografien und Lehrbüchern ihren Studierenden online zur Verfügung stellen, ohne prüfen zu müssen, ob es ein Angebot des jeweiligen Verlages gibt. Das macht die Verwendung von Texten im Unterricht in Zukunft sehr viel einfacher.

Einen Wermutstropfen gibt es für alle Lehrenden, die bislang Zeitungsartikel im Unterricht verwendet haben. Diese dürfen ab dem 1.3.2018 nicht mehr online verbreitet werden. Diese etwas absurd anmutende Änderung haben die Zeitungsverlage in letzter Minute noch durchgesetzt.

Das neue „Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz“ ist zunächst auf fünf Jahre befristet.

Noch gibt es keine Abmachung zwischen der Kultusministerkonferenz (KMK) und der VG Wort, wie im kommenden Wintersemester 2017/18 mit Texten verfahren werden darf. Wir hoffen auf eine Verlängerung der Regelung, die im Sommersemester galt und werden an dieser Stelle informieren.