Datensicherung

Dienst für Beschäftigte

Datensicherung

Institute und Einrichtungen der Universität Stuttgart haben die Möglichkeit, Daten ihrer Server- und Arbeitsplatzrechner zentral zu sichern.

Funktionsumfang

  • IBM Spectrum Protect Client Software
  • Backup - Sicherung des letzten Standes
  • Archivierung - Sicherung eines bestimmten Zeitpunkts
  • Datentransfer über TCP/IP-Netz
    • SSL-Transportverschlüsselung
      (Standard bei neuen Clients ab Version 8.0)
  • Speicher auf universitätseigenen Servern und Tape-Libraries
  • kostenfrei
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Support

Häufig gestellte Fragen

Ein Backup Ihrer Daten sichert Sie vor unabsichtlicher Veränderung oder Löschung Ihrer Daten, z.B. bei Hardware-Ausfällen. Ein Backup sollte regelmäßig und automatisiert erfolgen.

Ein Archivierung soll dazu genutzt werden, Daten langfristig zu sichern. Diese Form der Sicherung wird in der Regel manuell durchgeführt.

Die Archiv-Funktion von TSM stellt — auch wegen ihrer Plattformgebundenheit — keine Langzeitarchivierung dar, welche gesetzlichen Vorgaben entsprechen würde!

Archive werden ausschließlich vom Kunden verwaltet; dies bedeutet, dass er damit rechnen muss bei etwaigen Änderungen des Datensicherung-Services aktiv werden zu müssen:

  • Bei einer - nach Vorankündigung möglichen - Umstellung des Datensicherung-Services auf eine andere Hard- und/oder Software ist prinzipiell der Kunde dafür verantwortlich, Archive vom alten auf das neue System zu migrieren; für diesen Zweck gibt es dann eine Übergangsphase, in der Archive aus dem alten System lokal beim Kunden wiederhergestellt werden müssen, bevor es abgeschaltet wird.
    • Damit die Vorankündigung einer solchen Umstellung ankommt, muss die für den Archiv-Knoten verantwortliche Person erreichbar sein.
    • Um von einem alten auf ein neues System zu migrieren, muss der Kunde in der Übergangsphase in der Lage sein, die auf dem alten System gespeicherten Archive lokal (bei sich) temporär wiederherzustellen, um sie dann - sofort oder später - auf dem neuen System erneut zu archivieren. Dies benötigt einen mit dem abzuschaltenden System arbeitenden Client-Archiv-Knoten - Rechner, Software und Konfiguration - beim Kunden! Dies kann problematisch sein, wenn schon lange kein Archiv mehr geschrieben oder wiederhergestellt wurde...
  • Es ist nicht völlig auszuschließen, dass der Datensicherung-Service auch einmal eingestellt wird (ganz oder nur für Archive): in diesem Fall wäre der Kunde dafür verantwortlich, Archive aus dem abzuschaltenden System lokal bei sich wiederherzustellen, bevor sie Server-seitig unwiderruflich gelöscht werden.

Bei der letzten großen Systemumstellung 2014 konnten Archive nichtsdestotrotz Server-seitig vom alten in das neue System migriert werden (was insbesonders bei großen Datenmengen sinnvoll ist); dies wurde damals von Hermann Frasch (inzwischen in Rente) bewerkstelligt.
Dass ein solches Vorgehen auch in Zukunft möglich ist, kann jedoch nicht garantiert werden.

Bei Archiven gibt es diesen zugeordnete unterschiedliche Managementklassen, welche unterschiedlichen Aufbewahrungszeiten entsprechen.

Wird vom Client-Archiv-Knoten keine Management-Klasse ausgewählt, gilt "STANDARD" mit 1 Jahr Speicherzeit; es kann jedoch auch eine andere Management-Klasse gewählt werden.

Management-Klasse

Speicherzeit
in Tagen

ARCHIVE-ONEDAY 1
ARCHIVE-ONEMONTH 30
ARCHIVE-TWOMONTH 60
ARCHIVE-THREEMONTH 90
ARCHIVE-FOURMONTH 120
ARCHIVE-HALFYEAR 180
STANDARD 365
ARCHIVE-ONEYEAR 365
ARCHIVE-TWOYEARS 731
ARCHIVE-FIVEYEARS 1827
ARCHIVE-TENYEARS 3653
ARCHIVE-FOREVER No limit

Nach Erreichen der Speicherzeit einer Management-Klasse werden die dieser zugeordneten Archive automatisch gelöscht.

Archiv-Dateien sind zwar, wie Backup-Dateien, auch an den jeweiligen Filespace gebunden, können
jedoch einzeln vom Benutzer, sofern sie ihm gehören, gelöscht werden. Da die im Archiv liegenden Dateien vom
TSM-Server nicht in den Prozess der Versionierung einbezogen und damit auch bei der Expiration nicht
automatisch gelöscht werden, ist der Benutzer für das Löschen von einzelnen, überflüssigen oder veralteten
Archiv-Dateien selbst verantwortlich.
Das Löschen einzelner Archiv-Dateien kann
1. entweder im Backup-Archive Command Line-Interface (dsmc) durch Eingabe des Befehls
delete archive
und der Angabe der Datei-Spezifikation oder
2. im graphischen Interface (dsm)
-> Menü Dienstprogramme/Utilities
-> Archivierungsdaten löschen/Delete Archive Data
-> Auswahl der zu löschenden Dateien
durchgeführt werden.
Filespaces, die nur Archiv-Daten enthalten, können mit dem Befehl
delete filespace
bzw. im GUI
-> Menü Dienstprogramme/Utilities
-> Dateibereiche löschen/Delete Filespaces ...
gelöscht werden.
Zur Syntax und Anwendung des "delete archive"-Befehls siehe unsere TSM-Einführung (Seite 37.) bzw. eines der
plattformspezifischen Online-Handbücher beim IBM Knowledge Center (Kapitel "Using commands").
Achtung: Sollen sehr viele Archivdateien aus einem Filespace oder ein oder mehrere ganze Filespaces mit
Archivdateien gelöscht werden, bitten wir dringend, dies uns vor(!) dem eigenen Löschen per Email mitzuteilen
und das Löschen uns zu überlassen, um mögliche schwerwiegende Störungen des laufenden Server-Betriebs zu
vermeiden!
Dabei wäre es sehr hilfreich, wenn die zu löschenden Filespaces zeilenweise in der Form
NODE_NAME Filespace_Name
bzw. bei Windows-Systemen, falls Unicode-Filespaces vorhanden sind (Abfrage in der Befehlszeile "dsmc" mit:
query filespace -detail), in der Form
NODE_NAME Fsid
aufgelistet würden.

Erscheinen bei einer Sicherung/Archivierung bzw. beim Zurückschreiben/Abrufen im Fehlerprotokoll
"dsmerror.log" Meldungen mit einer der Nummern
ANS4042E, ANS1228E in Kombination mit ANS1304W,
deren jeweiliger Text auf ein Problem mit ungültigen, nicht erkannten Zeichen (unrecognized characters) in einem
Verzeichnis- oder Dateinamen (meist Umlaute) hindeuten, und werden deshalb die Objekte übergangen, hat dies
unter Linux folgende Ursache:
Da die TSM-Client-Programme die API-Funktionen zur Dateibehandlung (Bibliothek glibc) des jeweiligen
Betriebssystems verwenden, tritt das Problem auf Systemen auf, bei denen per Umgebungsvariable LC_CTYPE
bzw. LC_ALL die sog. "Codepage" für Verzeichnis- und Dateinamen entweder auf einen Zeichensatz eingestellt
ist, der nur 128 Zeichen und keine Umlaute enthält (meistens "C" oder "POSIX"), oder auf einen Zeichensatz, wie
z.B. "de_DE@euro", bei dem die Abbildung der Namen von Verzeichnissen/Dateien, die von Unicode-fähigen
Windows-Systemen stammen, auf Linux nicht funktioniert.
Abhilfe schafft in den meisten Fällen das Setzen der Umgebungsvariablen LC_CTYPE, entweder global für alle
Benutzer in der Shell-spezifischen Profile-Datei (z.B. /etc/profile), in der benutzereigenen Profile-Datei (.bashrc
im Heimatverzeichnis), im TSM-Scheduler-Startskript oder vor jedem Aufruf des TSM-Client-Programms zur
Durchführung einer Sicherung bzw. Archivierung, z.B. in der bash-Shell:
- bei Problemen mit aus Unicode-fähigen Windows-Systemen stammenden Dateien:
export LC_ALL=
export LC_CTYPE=en_US
oder
export LC_CTYPE=de_DE
- bei Problemen mit Dateien, die aus UTF8-fähigen Linux-Systemen stammen:
export LC_ALL=
export LC_CTYPE=en_US.UTF-8
oder
export LC_CTYPE=de_DE.UTF-8
bzw. ein entsprechender Alias (z.B. de_DE.utf8 bzw. en_US.iso885915; siehe Ausgabe des Befehls: locale -a).
Voraussetzung, dass die Setzung auf den jeweiligen Wert funktioniert, ist, dass das entsprechende
Lokalisierungspaket installiert bzw. konfiguriert ist (was nicht bei allen Linux-Distributionen von vornherein
gegeben ist!). Wie das für die jeweilige Linux-Distribution zu bewerkstelligen ist, erfahren Sie in entweder aus
der System-Dokumentation oder per Suchmaschine in den einschlägigen Benutzer-Foren im Internet. Außerdem
sollte bei einem Fileserver (z.B. Samba), der Filesysteme an Windows-Rechner exportiert, bzw. auf einem
Rechner, der Windows-Laufwerke importiert, die Abbildung der Dateinamen (Mapping) auf einen UNIX/LinuxZeichensatz (z.B. ISO-8859-1) eingerichtet sein.
Welche Setzung der LC_CTYPE-Variablen im Einzelfall das Problem mit den Sonderzeichen in Dateinamen
behebt, sollte zuerst durch wiederholten Aufruf des "dsmc incremental"-Befehls mit der Angabe des
entsprechenden Verzeichnisses herausgefunden werden, bevor der Schedule-Dienst bzw. das Batch-Skript zur
Durchführung des regelmäßigen Backups gestartet wird.
Für den Fall, dass in einem Filesystem oder in einzelnen Verzeichnissen sowohl aus Windows als auch aus UTF8-
fähigen Linux-Systemen stammende Dateien vorhanden sind, gibt es jedoch leider keine Patentlösung, es sei denn,
die Dateien ließen sich sauber voneinander getrennt in separaten Verzeichnissen halten, die dann, jeweils nach
passender Setzung der LC_CTYPE-Variablen, nacheinander in getrennten Backup-Sitzungen (jedoch nicht
innerhalb eines Schedule-Backups!) gesichert werden können.
Zu beachten ist auch, dass für die erfolgreiche Restaurierung der betreffenden Dateien die LC_CTYPE-Variable
auf den gleichen Wert gesetzt sein muss wie bei der Sicherung!

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